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Das Nachwuchsförderungsprojekt «KIDSinfo» wurde 2001 von der Schweizerischen Vereinigung der Ingenieurinnen SVIN lanciert. «KIDSinfo» wählt bewusst einen interaktiven, unmittelbaren Ansatz in der Nachwuchsförderung und baut auf das Engagement weiblicher Referentinnen aus dem technischen-naturwissenschaftlichen Bereich.

Das Nachwuchsförderungsprojekt «KIDSinfo»

  • lässt Kinder auf früher Schulstufe in Ingenieurwelten eintauchen und bringt ihnen die Faszination der Technik näher,
  • zeigt auf, dass Technik den Einsatz von viel Kreativität erfordert und eine Domäne ist, die auch für Frauen interessante und spannende Berufsperspektiven bereithält, und
  • zielt darauf ab, technische Berufe geschlechtsneutral darzustellen und insbesondere Mädchen zu motivieren, eine Tätigkeit in diesem Bereich in ihrer Berufswahl mit zu berücksichtigen.
  • vermittelt Kindern auf früher Schulstufe ein positives Image der Ingenieurin / des Ingenieurs und potenzielle Vorbilder.

 

Hintergrund

Technik ist Teil unserer Kultur, und die Menschen, die Technik gestalten – wie Ingenieurinnen, Informatiker, Physikerinnen oder Techniker –, beeinflussen unsere Zukunft massgeblich. Leider sind Frauen in der Technik noch immer eine Seltenheit. Der Beruf des Ingenieurs, der Ingenieurin ist noch immer sehr männlich geprägt. Gerade wegen des grossen Einflusses, den Ingenieurinnen und Ingenieure auf unsere Zukunft haben, ist es wichtig, dass auch Frauen diesen Beruf ergreifen. Heute erhalten Mädchen die gleiche Schulbildung wie die Jungen. Doch obgleich sie in Mathematik und den naturwissenschaftlichen Fächern teilweise sogar bessere Leistungen erbringen, trauen sie sich auf diesen Gebieten weniger zu. Zwar ist das Selbstbewusstsein junger Mädchen stark und einige von ihnen möchten Forscherinnen oder Flugzeugbauerinnen werden, dies hält jedoch nur bis zum etwa 11. Lebensjahr an. Mit zunehmendem Alter, unter Einfluss von über Generationen transportierten Rollen- und Berufsbildern, ziehen viele Mädchen ihr Interesse an Technik zurück und nehmen technische Berufe als «unweiblich» war. Insbesondere fehlen ihnen Vorbilder und Kontakte zu Frauen, die eine technisch-naturwissenschaftliche Berufsausbildung gewählt haben.

Kinder und Jugendliche stellen sich für ihr späteres Berufsleben Berufe vor, die sie aus Büchern, dem Fernsehen oder der näheren Umgebung kennen. Meist sind dies Berufe, bei denen die Tätigkeit sehr transparent und klar umrissen ist. Was eine Ärztin, ein Tierpfleger, eine Journalistin, ein Bademeister oder ein Pilot macht, können sich die Kinder gut vorstellen. Diese Berufe lassen sich einfach darstellen, kommen in vielen Geschichten und Filmen vor, sind allgemein bekannt.

Was aber macht eine Ingenieurin, ein Ingenieur? Dieser Beruf ist schwer fassbar, weil sehr vielfältig, schwer erklärbar, weil komplex und deshalb nicht sehr «attraktiv».